Der Strahm-Motor
Hinweis: Diese Sonderausstellung ist nicht mehr im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM zu sehen.
Der 61-jährige Karosseriebaumeister Anton Strahm aus Malsch bei Karlsruhe schuf ein vollkommen neues Motorenprinzip. Im Gegensatz zu herkömmlichen Motoren liegt die Kurbelwelle parallel zwischen den Doppelkolben und übernimmt den Großteil der Ventilsteuerung. Ferner besteht sie aus nur einer Kurbel, damit verringert sich die Anzahl der Bauteile. Bedingt durch dieses Prinzip hat der Strahm Motor weniger Gewicht und Reibung als vergleichbare aktuelle Motoren. Durch seine kompakte Bauweise und absolut flache Bauform kann er auch an sehr unkonventionellen Stellen eines Automobiles eingebaut werden.
Der Tüftler Anton Strahm entwickelte den Motor in Eigenregie und ohne Unterstützung der Automobilindustrie. Die Firma M. WEIHBRECHT Lasertechnik GmbH in Wolpertshausen unterstützte ihn mit der Fertigung der Motorkomponenten, und der Finanzierung des Kleinwagenmotors. Mit dem Einsatz moderner Rapid Prototyping-Technologien (Stereolithographie*) war es möglich verschiedene Motorenteile direkt im Hause Weihbrecht herzustellen.
Durch langjährige Versuche an vier unterschiedlichen Motorenvarianten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse, enstand der heutige Strahmmotor. Diese vier Maschinen waren im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM ausgestellt. Hauptausstellungsstück der Sonderausstellung war ein Kleinwagen bei dem ein Strahm-Motor in einem Klappfahrschemel eingebaut wurde. Der komplette Umbau des Fahrzeugs und der Einbau in den Fahrschemel des Motors ist in Eigenarbeit gefertigt. Dieses Fahrzeug ist das erste Automobil der Welt mit Strahm-Motor überhaupt. Im Rahmen der offiziellen Ausstellungseröffnung am 23. März 2005 präsentierte und erläuterte Anton Strahm dieses Fahrzeug im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM der Fachwelt.
