Weltmeister-Renngespanne

Historisches Renngespann

Noch bis zum 31. März 2011 zeigt das Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM eine einzigartige Ausstellung von Renngespannen von den 1960er bis zu den 1990er Jahren, die WM-Titel errungen haben. Als das Motorrad noch überwiegend ein preiswertes Fortbewegungsmittel für die weniger betuchten Schichten war, erfreuten sich auch Motorräder mit Seitenwagen einer großen Beliebtheit. So war es nur konsequent, dass für die dreirädrigen Gespanne spezielle Rennserien veranstaltet wurden - allerdings wurden die Gespannrennen in Deutschland 1938 wegen der vielen schweren Unfälle verboten.

Nach den Kriegsjahren entwickelten sich ab 1946 langsam wieder die ersten Rennaktivitäten. 1949 startete der internationale Motorrad-Verband FIM die erste Weltmeisterschaft. Über Jahrzehnte dominierten die deutschen Fahrer und holten bis 1976 21 von 28 Titeln, davon 17 mit BMW-Gespannen. Im Museum Sinsheim können die Besucher WM-Gespanne u.a. von Helmut Fath, Klaus Enders, Rolf Steinhausen, Max Deubel und Siggi Schauzu bewundern. Ein Teil der Ausstellung ist speziell dem genialen Rennfahrer, Tuner und Konstrukteur Helmut Fath gewidmet. Ein weiteres Highlight ist die LCR Helsta 500 von Ralf Bohnhorst mit der er zusammen mit seinem Sohn Sven die folgenden FIM Weltrekorde aufgestellt hat: 400 Meter stehender Start im Durchschnitt 171 km/h, 1000 Meter stehender Start Durchschnitt 221 km/h und 1000 Meter fliegender Start Durchschnitt 274 km/h. Für 2012 ist geplant, mit diesem Fahrzeug den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Motorräder mit Seitenwagen auf dem Bonneville Salzsee in Utah (USA) zu brechen.

Die Ausstellung ist täglich von 9 bis 18 Uhr im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM zu sehen.

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