Ernst Neumann-Neander und seine Fahrzeuge
Sonderausstellung bis 28. Februar 2010
Freunde skurriler Fahrzeuge können sich freuen: Im Auto & Technik Museum Sinsheim findet eine einmalige Präsentation der Fahrzeuge Ernst Neumann-Neanders statt. Neumann-Neander, gleichermaßen Künstler und passionierter Motorradfahrer, wurde in den 1920er Jahren durch seine ungewöhnlichen Konstruktionen bekannt und gehörte zur Avantgarde der Motorrad-Konstrukteure.
Anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Veteranen-Fahrzeug-Verbandes (VfV) wird nun die umfassende Sammlung des Neander-Experten und VfV-Mitgliedes Thomas Trapp komplett ausgestellt.
Ob es das Deutschlandfahrt-Modell ist, mit dem Neumann-Neander im Februar des Jahres 1924 über 2000 Kilometer durch Eis und Schnee siegreich zurücklegte – oder die Weltrekord-Neander, mit der Leon Lismonde in halsbrecherischer Fahrt 1928 über 200 km/h fuhr, alle werden Sie im Rahmen der Sonderausstellung gezeigt. Für Furore sorgte die Bahnrennmaschine von Fred Buttler aus Duraluminium, dem Werkstoff der Zeppeline, die mit nur 35 Kilogramm Eigengewicht über Europas Rennpisten düste.
Aber auch 10 serienmäßige Neander-Pressstahl-Motorräder mit Lizenzmotoren der Hersteller Küchen, MAG, JAP oder Villiers – oder die nahezu baugleichen Opel-Motoclub-Motorräder, werden in der Ausstellungshalle des Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM präsentiert. Ernst Neumann-Neanders außergewöhnliche Fahrmaschinen, Mischungen aus Kleinwagen und Zweirad, spannen den Bogen zum Automobilbau, zumal Neander selbst die Bezeichnung „Motorrad“ für diese Gefährte kategorisch ablehnte.
Insgesamt 18 fahrbereite Fahrzeuge sind noch bis 28. Februar 2010 im Rahmen der Sonderausstellung „Ernst Neumann-Neander und seine Fahrzeuge“ im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM zu sehen. Das Museum hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
