Citroën DS

Als die Citroën DS 1955 der Öffentlichkeit erstmals präsentiert wurde, setzte sie gleich in mehrfacher Hinsicht neue Maßstäbe. Was naturgemäß als erstes ins Auge fiel waren die ungewöhnliche, aerodynamische Gestaltung der Karosserie und das futuristische Design des Innenraums, und hier ganz besonders das Einspeichen-Lenkrad. Am Design schieden sich die Geister. Die einen waren begeistert, die anderen empfanden das Fahrzeug als hässlich. Dazwischen gab es nichts.

Ungeteilt war dagegen die Bewunderung für die technischen Besonderheiten, die sich unter dem Karosserieblech verbargen. Hierzu gehörten insbesondere die hydropneumatische Federung, die je nach Qualität der Straße sogar in der Höhe verstellt werden konnte, die hydraulischen Scheibenbremsen und die Servolenkung. Möglich wurde dies durch eine Hochdruckhydraulik, die Citroën bei der DS erstmals bei einem für den Massenmarkt gedachten Fahrzeug einsetzte.

Die revolutionäre Federung hat dem legendären ehemaligen französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle sogar das Leben gerettet. Bei einem Attentat im Jahr 1962 wurde sein Dienstwagen, ein Citroën DS, von Kugeln durchsiebt. Auch mehrere Reifen wurden zerschossen und obwohl der Wagen danach praktisch nur noch auf den Felgen fuhr blieb er steuerbar, und konnte mit dem unverletzt gebliebenen Staatspräsidenten entkommen.