Gebirgslokomotive Krokodil

Dieses oben abgebildete "Krokodil" aus Österreich legte auf den Strecken der österreichischen und der deutschen Bundesbahn etliche Millionen Schienenkilometer zurück. Auf ihrer letzten Fahrt zum Bahnhof Sinsheim wurde sie im Herbst 1989 zusammen mit ihrer italienischen "Schwester", die sich im Technik Museum Speyer befindet, von einer Diesellok gezogen. Die Verladung war eine Sensation. Drei Riesenkräne hoben die 110 Tonnen schwere Lok fast spielend vom Gleis auf einen Tieflader mit dem sie die letzten zwei Kilometer zum Museum transportiert wurden.

Die Schweizer Bundesbahn nahm im Jahr 1909 mit der Gotthardbahn den Betrieb ihrer wichtigsten internationalen Bahnverbindung auf. Da es auf der steilen Strecke mit Dampflokomotiven ständig Probleme gab, wurde in den 20er Jahren eine neue Elektro-Lokomotive konzipiert, die nicht nur eine große Zugkraft besaß sondern obendrein auch wendig genug war, um die engen Kehren am Gotthard zu meistern.

Unter dem Namen "Krokodil" ist diese herausragende Lok später legendär geworden. Unter den charakteristischen Vorbauten sind je zwei Fahrmotoren mit 700 KW Stundenleistung installiert, die über eine Kuppelstange die drei Antriebsachsen pro Vorbau antreiben. Die ausgestellte Lok wurde bis Anfang der 80er Jahre eingesetzt.