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Indian Power Plus Gespann

Über viele Jahrzehnte war Indian eine der berühmtesten Marken, die von vielen amerikanischen und europäischen Herstellern kopiert wurde. Die Geschichte dieser legendären Motorradfirma begann im Jahr 1900, als sich die beiden ehemaligen Radrennfahrer Hendee und Hedstrom zusammentaten um gemeinsam ein Motorfahrrad zu entwickeln. Schon der erste, im Jahr 1901 vorgestellte Prototyp besaß die auffällige rote Lackierung, die später zum Markenzeichen der Indian-Motorräder werden sollte. Das zweite charakteristische Merkmal, der mit nur 42° extrem spitzwinklige V-Motor, erschien erstmals im Jahr 1907.

Die Indian-Modelle gehörten zu den erfolgreichsten Motorrädern in der Frühphase der Motorisierung, und zwar nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa. Hierzu haben nicht zuletzt die Rennerfolge beigetragen, die sie u. a. bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man erringen konnten. 1912 wurden 20 000 Einheiten gefertigt, 1914 waren es bereits 60 000.

Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte Indian eine weitere Blütezeit und blieb über Jahrzehnte einer der wichtigsten Konkurrenten von Harley-Davidson. Das Ende kam dann wie für viele andere Hersteller in den 1950er Jahren. Im Jahr 1953 wurde die Produktion eingestellt, nachdem sich die neuen Modelle am Markt nicht mehr behaupten konnten. Das gezeigte „Power Plus“-Gespann stammt aus dem Jahr 1917. Der Seitenwagen, ein Eigenbau aus Holz, entstand um 1925. Als Antrieb dient ein typischer Indian-V-Motor mit 1.000 ccm und 18 PS.