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Zündapp K 800

Nach dem Ersten Weltkrieg begann die ehemalige "Zünder- und Apparatebau GmbH" von Fritz Neumeyer in Nürnberg von 1921 an mit dem Bau von Motorrädern mit dem Markennamen "Zündapp". Die ersten fünf Maschinen waren Nachbauten der englischen Levis. Ab 1922 begann man bei Zündapp, eigene Ideen zur Serienproduktion zu bringen. Neumeyers Pläne kreisten um einfache Volksmotorräder. Ein "Motorrad für Jedermann" wollte er bauen, und mit einem kleinen Zweirad mit 2,25 PS-Motor ohne Getriebe in einem billigen Einrohrrahmen gelang ihm das auch. Später folgte ein Zweigang-Getriebe und dank weiterer Verbesserungen entwickelten sich aus diesen Anfängen immer leistungsfähigere Alltagsfahrzeuge, die in großen Stückzahlen verkauft werden konnten. Schließlich konnte sich die Fabrik auch dem Bau größerer Modelle widmen.

Ab 1933 gab es 2-Zylinder-Boxermodelle mit 400 ccm sowie einen großen 4-Zylinder mit 791 ccm. Mit diesen Modellen wurden auch der Stahlprofilrahmen und der Kardanwellenantrieb eingeführt. Im Verkauf dominierten allerdings weiterhin die kleineren Brot-und-Butter-Modelle mit Hinterradkette.

Für die Wehrmacht wurde eine 750 ccm Seitenwagen-Maschine mit Seitenwagenantrieb und Rückwärtsgang produziert. Wie bei den meisten anderen Motorradfabrikanten, die den Krieg halbwegs überlebt hatten, ging es auch bei Zündapp nach 1945 schnell wieder bergauf. Erneut waren es die Alltagsmodelle, die den Markterfolg brachten. Der 600er-Typ KS 601 mit dem verbesserten Vorkriegs-ohv-Boxermotor machte als Gespannmaschine ("Grüner Elefant") im Rennsport und als Reise-Motorrad Furore. Zündapp war über viele Jahre im Sport engagiert und gewann auch mit den kleinen 50- un 80-ccm-Maschinen viele Titel. 1958 schloß das Werk Nürnberg, 1984 die Fabrik in München. Die Produktionsanlagen wurden nach China verkauft.